Meine aktuellen Gedanken über das SVV

Ich denke mir, dass es ganz passend ist, wenn ich mal meine aktuellen Gedanken über das Thema SVV aufschreibe. Denn ich denke das einige Texte hier nicht mehr ganz dem aktuellen Stand entsprechen.

Ich kann gleich sagen.... ich denke gar nicht mehr an das Schneiden an sich! Ich vermisse es auch kein Stück mehr, und das ist schon lange so! Es fällt mir jetzt in den letzten 5 Minuten, in denen ich darüber mal wieder nachdenke auf, dass ich nichtmal mehr wirklich daran denke, dass ich das mal getan hab usw! Klar, ich hab meine Narben noch, aber wenn ich sie sehe, denke ich eigentlich nicht mehr an das Schneiden, sondern halt einfach an die Narben an sich. Ich war vorhin fast geschockt, wie wenig ich das Schneiden in meinen Gedanken wirklich noch verankert habe, zumindest im Bezug auf meine Vergangenheit und mich! Ich denke zwar schon noch an das Schneiden, manchmal auch wenn das Wort "Ritzen" in anderen Zusammenhängen fällt usw, aber da muss ich auch oft schmunzeln, weil diese Gedanken dann oft witzig sind. Allerdings denke ich an das Schneiden, so wie ich es mal hatte usw, irgendwie gar nicht mehr hab ich das Gefühl.

Das schockt mich fast ein bisschen.... aber auf der anderen Seite ist es auch sehr gut, weil ich eben so auch immer weniger gefährdert bin was das Selbstverletzen angeht! Vorallem hilft mir denke ich aber auch, dass ich einige andere "Süchte" abgelegt habe oder dabei bin!

So z.B. das Kiffen! Ich hab jetzt schon das ganze Jahr keine Drogen mehr genommen, und die vermisse ich auch gar nicht mehr! Liegt wohl aber auch daran, dass ich damit noch weniger konfrontiert werde als dies vor z.B. ca. 2 Monaten der Fall war! Aber das ist so cool! Wenn es mir nicht gut geht, dann denke ich gar nicht mehr daran das ich mir was antun könnt oder so! An das Rauchen denke ich z.Z. halt viel, auch wenns mir nur ein bissel doof geht, weils eben seit meinem 15 Lebensjahr eine zentrale Rolle gespielt hat in meinem Leben und die jetzt abrücken muss!

Naja, und das Rauchen ist halt so eine der letzten "Suchtbastionen" in mir gewesen und muss jetzt langsam aber sicher diesen stetigen Platz verändern, bzw. räumen! Und das Schneiden scheint derzeit einfach so weit weg, dass ich es fast gänzlich aus den Augen verloren habe! Das ist echt interessant! Aber das gute ist.... ich habe nach wie vor Kontakte mit dem Thema, allein durch meine Seite und meine Vergangenheit an die ich manchmal schon denke (dann ohne spezielles Gefühl, sondern einfach nur als Erinnerung).

Klar, auch jetzt kann ich nicht sagen, dass ich niemals mehr schneiden werde. Aber Momentan ist das Schneiden nichtmal ein Begleiter von mir, weil ich es z.Z. eben gar nicht im Blick habe und das Verlangen schon lange nicht mehr da ist!

Der größte Faktor allerdings, warum ich nicht mehr an das Schneiden denke ist Jesus, denn auch wenn ich im Moment in vielen Dingen wanke und nicht so vorankomme, hat er mich dennoch grundsätzlich verändert, was heute immernoch anhält und sicher auch weiterhin anhalten wird, weil ich ihn nicht loslassen will! Und durch ihn kam ich am besten von dem Gedanken ans SVV und den ganzen Drogen weg, wofür ich ihm sehr sehr dankbar bin! Denn ohne Gott wäre mein Kopf heute niemals so frei von den Gedanken an Drogen, denn es ist fast so, als wären die Drogen niemals dagewesen und das find ich einfach nur total super!

So denke ich also an das SVV, nämlich fast garnicht! Und über das SVV, denke ich so wie immer! Nur halt nicht mehr der Gedanke, dass es wirklich hilft! Sondern halt der, dass es eine Art Lüge ist....denn das ist es auch... so wie das Rauchen und die Drogen und alle anderen Süchte dieser Welt! Aber ich verabscheue Menschen nicht, nur weil sie schneiden oder so! Ich hab ja auch Freunde die das tun und mag die genauso wie alle die das eben nicht machen.

Insgesamt bin ich echt dankbar über meine, mittlerweile sehr gesunde Einstellung zum SVV. Aber ich bin auch ein Stück weit froh darüber diese Erfahrungen damals gemacht zu haben, weil ich eben heutzutage Menschen ganz gezielt Tipps und Erfahrungen weitergeben kann, wofür ich sehr dankbar bin!

12.08.2009 by Pleck

 
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